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irak slAuf der Flucht im eigenen Land

Die Welt schaut ohnmächtig zu, als der IS im Juni 2014 Häuser von Christen mit dem arabischen Zeichen für »N« (Nazarener) markiert und so für Mord und Plünderung freigibt. Wer sich weigert, zum Islam zu konvertieren, wird vertrieben oder brutal niedergemetzelt. Auch vor Kindern macht der Terror nicht Halt. Gefangene, vor allem Frauen und Mädchen, werden als Sklaven verkauft.

Über zwei Millionen Iraker befinden sich auf der Flucht. Jäh aus ihrem gewohnten Leben gerissen, besitzen sie oft nur noch die Kleider, die sie auf dem Leib tragen, und sind auf die Hilfe Fremder angewiesen. Ihre Wohnsituation ist eng bis katastrophal. Neben dem Mangel an Nahrung, Kleidung, Decken und Heizung quält die Ungewissheit über die Dauer dieses Zustands.

Relatives Glück
Wer mit fünf Personen in einem Raum mit zwölf Quadratmeter lebt, kann von »Glück« reden. Viele Flüchtlinge »wohnen« in Treppenhäusern oder noch jämmerlicheren Umständen. So ist glücklich, wer hinter sich eine Tür schließen kann, um ein wenig Privatsphäre zu haben.

Unermüdlich – unendlich müde
Im Norden des Landes kommen viele Hilfsgüter an, in Bagdad nur wenige. So konzentriert sich unsere Hilfe auf die Flüchtlinge in Bagdad. Wir arbeiten dort mit der New Life Church zusammen, deren Pastor seit Jahren einer unser Partner ist. Seit Juni arbeiten er und seine Gemeinde praktisch Tag und Nacht. Physisch und psychisch sind sie am Rande ihrer Kräfte angekommen. Doch die Liebe zu den Menschen – Christen wie Muslime – motiviert sie, weiterzuarbeiten.

Für uns ist es nicht der erste Einsatz im Irak. Bereits von 2007–2009 haben wir mithilfe des Auswärtigen Amtes in dem vom Krieg gezeichneten Land Nothilfe geleistet.

Beim aktuellen Einsatz versorgen wir 2500 Menschen mit Kleidung, Nahrung, Bettzeug, Unterkunft, Medikamenten, Heizungen und Kühlschränken. Wir unterstützen spezielle Veranstaltungen für Flüchtlingskinder mit viel Spiel und Spaß, um sie für kurze Zeit das Elend vergessen zu lassen.

Der selbstlose Einsatz der Christen wird hier wahrgenommen und berührt tief. Im Land, in dem Muslime Christen wie Vieh abschlachten, strahlt deren Liebe wie ein helles Licht in der Dunkelheit und löst bei den Anhängern Mohammeds Fragen aus. Es entstehen wertvolle Gespräche über Glaubensfragen. Die hoffnungsvolle Botschaft von Jesus Christus heilt Wunden.

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