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Tansania Report 1 2020Tansania: Ha

Dieser Titel ist weder ein Druckfehler noch ein Versehen. »Ha« steht für eine unserer Herausforderungen in diesem und den kommenden Jahren.

Bezüglich unseres Auftrags, die gute Nachricht bis in die hintersten Ecken der Welt zu bringen, sind wir mit unseren Missionaren und Partnern in Tansania flott unterwegs.

Evangelistischer Marathon
Wotta, Wangi, Mkanana, Ugele, Mtandika, Ibonoa, Kiombo, Wairo … Tabea holpert und rattert über hohe Berge, durch endlose Steppen, von Dorf zu Dorf. Und überall machen sie und ihr Team Jesus Christus zum Thema. Der übliche Zeitplan sieht vor, jeweils eine Woche im Dorf zu bleiben. Morgens werden die Sonntagschullehrer angeleitet und die Kinder in den Schulen unterrichtet. Nachmittags Seminare für die Eltern, Fußball und Bibelgeschichten für die Kids. Als abendliches »Dessert« gibt’s dann »Kino« für alle. Der Jesus-Film und andere christliches Videos flackern über die Leinwand.

Das Unterfangen provoziert Widerstand und berührt offene Herzen. Die Kinder einer Schule jedenfalls stehen zum Abschied am Wegrand und winken. Eines ruft: »Kommt ihr nächste Woche wieder?« Es könnte leicht ein Jahr werden. Denn es gibt noch hunderte Dörfer, wo die gute Nachricht hingebracht werden soll. Die Dörfer der »Ha«.

Den Zauber brechen
Der Volksstamm der Ha mit rund zwei Millionen Angehörigen siedelt in der Region am Tanganjikasee im Westen Tansanias und in Burundi. Die Ha betreiben Ackerbau und – wo die Tse-Tse-Fliegen weitgehend durch Abwesenheit glänzen – auch Viehzucht. Die Rinder, Ziegen und anderen Nutztiere sind in der Ha-Gesellschaft hochgeschätzt. Die Ha sind Animisten, verehren ihre Vorfahren samt Naturgeistern und betreiben hingebungsvoll und erfolgreich Zauberei, der Entwicklungskiller Nummer 1. Durch diese Machenschaften sind Schulen, Krankenhäuser, selbst die Polizei und andere wichtige Institutionen paralysiert.

Es gibt nur einen Ausweg, den destruktiven Zauber zu brechen: Die Botschaft von Jesus Christus. Wir unterstützen unseren einheimischen Projektleiter darin, ein Zentrum zu schaffen, ein Ausgangspunkt für die Gründung von fünfzehn Gemeinden an der Grenze zu Burundi. Die für diese Aufgabe vorgesehenen bisher acht Evangelisten sind im Training, weitere Kandidaten ein Gebetsanliegen. Mögliche Grundstücke für Gotteshäuser zu gründender Gemeinden sind auf dem Radar, ein Radiosender zur Unterstützung der Evangelisten geplant.

Ha und andere unerreichte Völker fordern uns als AVC heraus. Denn unser Herz schlägt dafür, die gute Nachricht dorthin zu bringen, wo sie hingehört: zu denen, die sie noch nie gehört haben.