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Nordkorea Mehrfaches UnheilNordkorea: Mehrfaches Unheil

Wirbelsturm, Überflutung, Missernte, Corona. Die Bevölkerung leidet.

Am 7. September, zur Zeit des Monsuns, fegte der Wirbelsturm «Haishen» mit über 100 km/h über die Nord-Hamgyong Provinz. Grosse Gebiete wurden überflutet, mit verheerenden Folgen für über 3000 Familien. Ihre Häuser wurden zerstört. Darüber hinaus ist die diesjährige Ernte mit einem Ertrag von 50% des Vorjahres so schlecht ausgefallen
wie seit langem nicht mehr. Kommt hinzu, dass das Land infolge Covid-19 seit Januar noch mehr abgeschottet ist und nur noch einen Bruchteil der lebensnotwendigen Güter hineingelangt. Der Anteil der hungernden Bevölkerung steigt drastisch. Und der sibirische Winter setzt dem Leiden der Bevölkerung noch einen drauf.

AVC-Aktivitäten eingeschränkt
In diesem Gebiet betreibt AVC eigentlich seit Jahren je drei Bäckereien und Sojamilchfabriken und verteilt an fünf Tagen pro Woche Brötchen und Sojamilch an 11 000 Kinder in Schulen und Kindergärten. Doch weil sich der Corona-
Virus auch nicht von Nordkoreas Grenzen hat abschrecken lassen, sind die Schulen nun geschlossen.

Als temporären Ersatz verteilen wir jetzt Rohmaterialien wie Mehl, Zucker und Nahrungsergänzung sowie auch warme Decken an die Bevölkerung. Bislang haben wir es geschafft, die benötigten Güter ins Land zu bringen.

Hoffen auf den Neustart
Wir hoffen, dass die Schulen bald wiedereröffnet werden. Die Mitarbeitenden stehen in den Startpflöcken, um die Produktion der Brötchen und Sojamilch wieder hochzufahren.

Was Sie jedoch in der Zwischenzeit bereits tun können: das Projekt finanziell unterstützen. Die Kosten für die Versorgung mit Brötchen und Milch betragen pro Kind 60 CHF im Jahr oder 5 CHF im Monat.