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Moldawien mit Haft bedroht

Moldawien: Mit Haft bedroht

Gestern haben wir erfahren, dass die Polizei unseren Mitarbeitern in Moldau Haft angedroht hat. Der Grund: Der letzte Hilfsgüter-Transport von AVC hätte Ware nicht korrekt eingeführt.

Recherchen haben ergeben, dass es um gebrauchte Kleider, Schuhe und Babykleidung geht – eine einzige Schikane der Behörde. Zum Schutz unserer Mitarbeiter vor Ort werden wir den bereitgestellten Inhalt des geplanten Transportes von nächster Woche in einer Notaktion nochmals  sortieren, verpacken und laden. Der Transport soll so perfekt wie möglich ankommen, um den Behörden unsere Seriosität zu beweisen. Gleichzeitig versuchen wir dem Team vor Ort möglichst gut beizustehen. Wir beten für Gunst bei den Behörden, dass die Drohungen nicht wahrgemacht und Hilfsgüter weiterhin leicht nach Moldawien geschafft werden können.

Die Schikane der Behörde schockiert. Ihr Job wäre eigentlich, gegen Armut anzugehen, statt Hilfe durch überhöht angesetzte Auflagen zu behindern.

Moldau erlebt seit Jahren einen »Massenexodus«. Das Land bietet seinen Bewohnern kaum Chancen auf ein menschenwürdiges Dasein. Wer kann, verlässt das sinkende Schiff. Die ehemalige »Kornkammer der Sowjetunion« wird zunehmend zu einer Nation von Greisen, Kindern und Unterprivilegierten, die sich die Emigration nicht leisten können – und ist morgen … vielleicht ein Staat ohne Volk.


Hilfe für Roma und Sinti
Eines unserer ersten Projekte war die Gründung einer Gemeinde für Roma und Sinti in Edinez. Diese engagiert sich stark sozial und verhilft unter anderem Kindern und Erwachsenen durch Alphabetisierungskurse zu mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt. 2010 ist in Edinez ein Drogenrehabilitationszentrum gegründet worden. Die Nachfrage nach Reha-Plätzen ist groß.

Hilfe für Jung und Alt
Kinder und Senioren sind die Hauptleidtragenden der wirtschaftlichen Misere und der damit einhergehenden Verarmung und Verwahrlosung. Seit den 1990er Jahren unterstützen wir in fünf Zentren die Versorgung von Straßenkindern; außerdem ein Kinderheim und ein Seniorenheim.

Behinderte willkommen
Die speziellen Bedürfnisse behinderter Menschen sind meist eine Überforderung für verarmte Familien. Deshalb kümmert sich in unserem Heim ein liebevolles Team um diese benachteiligten Menschen.

»Move a family«
Eines der krassesten Zeichen der Armut Moldaus ist die Art, wie Menschen dort hausen. Das neue Projekt »Move a family« sorgt für einen Umzug vom Vegetieren zum Leben.