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ERITREA
Verfolgung nichts Neues
Freikirchen sind verboten, deren Mitglieder werden aufs Brutalste verfolgt
 
 

Eritrea: Kampf an allen Fronten

Als Hayat* im Gefängnis landet, beginnt für ihn eine Zeit des Leidens, und auch seine Familie gerät unter Beschuss.

Ich begegne Hayat, einem Mann, der vor über 20 Jahren Jesus Christus als seinen Retter erkannte und Pastor wurde. Deswegen wurde er gesellschaftlich geächtet und verdächtigt, eine Bedrohung für die Regierung zu sein. Hayat berichtet von schweren Zeiten.

Herausgerissen 
»… dann kam der Tag, an dem ich verhaftet und zum Gefangenen wurde. Keine Anklage, keine Verhandlung. Das erste Mal war ich vier Jahre in Haft. Dann liess man mich zwei Jahre in Freiheit, bevor ich erneut eingesperrt wurde. Diesmal für zwei Jahre.

Das Gefängnis ist ein schrecklicher Ort. Du erlebst es als ständiges Kampffeld. In den ersten Wochen ist es am schlimmsten. So manches schiesst dir durch den Kopf; vor allem dies: Wer versorgt nun meine Frau und die Kinder? Es ist eine harte geistliche Schlacht, und dazu kommen körperliche Qualen. Ich wurde oft geschlagen, isoliert, extremer Hitze und Kälte ausgesetzt, litt an Hunger, Krankheiten, Depression … Was ich durchgemacht habe, wünsche ich niemandem, nicht einmal jenen, die mich hassen. Aber Gott gab mir die Gnade, diesen Kampf zu bestehen. Und mehr noch: Mein geistliches Leben erstarkte immer mehr.«

Mittellos
»Wie gesagt, machte ich mir Sorgen um Frau und Kinder. Unsere einzige Einnahmequelle war mein Gehalt, und mit meiner Inhaftierung versiegte diese. Von Zeit zu Zeit wurden meine Frau von meinen Eltern und Schwiegereltern unterstützt. Wie ein Heuschreckenschwarm schwirrten mir die Gedanken durch den Kopf: Warum ist meine Familie jetzt von ihnen abhängig? Warum sorgt nicht Gott für sie?

Wir hatten unseren Eltern und Schwiegereltern von der Guten Nachricht erzählt. Aber ihnen schien das verrückt; sie lehnten ab und baten mich gar, meinen Glauben aufzugeben. Aber für einen Christen kommt das nicht infrage. Wissen wir doch genau, dass Christus der Weg und das Leben ist. Mit der Hilfe verbanden unsere Eltern die Forderung, meine Frau solle ihren Glauben aufgeben. Aber sie war nicht bereit, Jesus gegen Kleidung und Nahrung ›auszutauschen‹.«

Hilfe
»Noch während ich an allen Fronten zu kämpfen hatte, kam mir die Mission (AVC) zu Hilfe. Sie stand mir im Gefängnis bei. Ich bin so dankbar, dass AVC auch meiner Familie mit Lebensmitteln und Geld aushalf. So konnten sie die Rechnungen bezahlen und dringend Benötigtes einkaufen. Eure Unterstützung gab Hoffnung und die Kraft, die schweren Zeiten durchzustehen. Das ist einfach wunderbar! Vielen Dank! Gott segne euch dafür.«

 

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