Madagaskar Vor dem Hungertod
December 15 2021

Vor dem Hungertod

MADAGASKAR
Die Lage im Süden Madagaskars ist dramatisch. In einigen Regionen hat es seit drei Jahren nicht mehr geregnet, Ernten fallen aus, Flüsse vertrocknen.

Bis auf die Knochen abgemagerte Kinder und verzweifelte Mütter. Dieser Anblick ist in Madagaskar keine Seltenheit, denn 1,5 Millionen Menschen – hauptsächlich Frauen und Kinder – leiden täglich Hunger und Durst. Auf der Suche nach Nahrung haben Tausende weite Strecken zu Fuß zurückgelegt; Hunger, Durst und Erschöpfung ihr ständiger Begleiter. Gerade für Kleinkinder enden diese Strapazen häufig mit dem Tod.

In Begleitung einer Ärztin besuchten zwei unserer Missionare mehrere Zentren einer NGO im Süden der Insel, um Hilfe in Form von Lebensmitteln und Seelsorge zu leisten. Unterernährte Kinder werden von der Ärztin untersucht und medizinisch versorgt. Täglich erhalten hier hunderte Mütter mit ihren Kindern Milchpulver und Nahrungsmittel.

Neben all dem Leid gibt es auch Lichtblicke. Aina ist so einer. Im Juni kam er ins Zentrum in Ambossary, bereits vom Tod gezeichnet. Dank unserer Nahrungsmittelhilfe schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr und kommt langsam wieder zu Kräften.

Anschliessend gingen unsere Mitarbeiterin in das Gefängnis von Fort Dauphin. Gefangenen auf Madagaskar müssen weitgehend durch ihre Familien mit Nahrung versorgt werden. Gibt es keine Angehörigen oder wollen diese nicht für den Gefangenen sorgen, wird es hart. Erst vor kurzem starben drei Insassen an Hunger. Der Leiter des Gefängnisses erlaubte unseren Missionaren nicht nur, den Gefangenen Nahrung zu geben und sie zu verarzten, sondern auch die Gute Nachricht zu bringen und für sie zu beten.

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