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madagaskar2Hilfe für die »Rote Insel«

An Feiertagen werden die Knochen der Toten aus ihren Grüften geholt, um den Tänzen zu Ehren der Götter samt exzessivem Alkoholgenuss beizuwohnen. Der Totenkult brütet wie ein Fluch über der »Roten Insel«.

Verzweiflung stinkt zum Himmel
Müllkippen sind begehrte Domizile – oft lebenslang. Denn hier finden sich Abfallreste, um sich einigermaßen über die Runden bringen zu können. Kinder sehen aus wie Greise: unkenntlich, verdreckt, in zerrissenen Lumpen abgestumpft, unfähig, den Blick zu heben. Guter Wille, menschliche Zuwendung und Änderung der Umstände allein können hier kaum Veränderungen schaffen. Erneuerung muss auch von innen her geschehen. Seit 2006 engagiert sich unser Mitarbeiter Jean Forschlé aktiv und erfolgreich in sozialen wie geistlichen Projekten auf Madagaskar; 2013 ist die Familie Georgette zur Unterstützung dazu-gestoßen. Treue Kooperationspartner sind drei christliche Freikirchen aus Karlsruhe, Kehl und Baden-Baden.

Mit dem Helikopter in den Busch
Die intensive geistliche Aufbauarbeit unter der Bevölkerung in der Region Sofia hat hervorragende Auswirkungen. In den vergangenen Jahren konnten 30 christliche Kirchen gegründet werden; teils so abgelegen, dass sie nur mit dem Helikopter erreichbar sind. Manche Orte sind aber auch mit dem Auto gut erreichbar. Eine der Kirchen steht auf einer Müllhalde in Ambovo. Wir unterstützen diese Gemeinden finanziell und durch Schulungen.

Schulbildung
Im neuen Ausbildungszentrum in Ambovo am Rand der Hauptstadt besuchen 260 Kinder unsere Vor- und Grundschule. Ermöglicht wurde der Neubau des Zentrums 2008 durch die Förderung des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). In den kommenden Jahren wird die Schule stufenweise erweitert.

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