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Tag 2 - Pakistan: Tödlicher Fehler

Tag 2 - Pakistan: Tödlicher Fehler

Saleem Masih (22) lädt Spreu ab auf den Feldern um das Dorf Baguyana (Distrikt Karsur). Nach der Arbeit wäscht er sich am Brunnen – ein tödlicher Fehler.

Der Landbesitzer Sher Dogar und andere Männer eilen herbei und beginnen, auf ihn einzuschlagen. Saleems Vater Ghafoor Masih berichtet später: »Sie nannten ihn einen ›dreckigen Christen‹, der das Wasser verschmutzt habe und verfluchten ihn. Dann schleppten sie ihn zu ihrer Farm, wo sie seine Hände und Füsse anketteten und ihn weiter quälten. Er erlitt mehrere Brüche in seinem linken Arm und an Rippen.«

Saleems Familie wird daraufhin von Polizeibeamten aufgefordert, zu Dogars Farm zu kommen. »Als wir dort ankamen, fanden wir Saleem bewusstlos am Boden liegend, Gesicht und Körper durch die Folter blutverschmiert. Dogar hatte offenbar selbst die Polizei gerufen. Es war offensichtlich, dass er die Beamten bestochen hatte, denn sie suchten uns zu einer ›gütlichen Regelung der Angelegenheit‹ zu zwingen. Dogars Beschuldigung lautete, Saleem habe ein Verbrechen begangen, indem er das Brunnenwasser verschmutzt habe; seine Bestrafung sei gerechtfertigt.«

Die Familie Masih fleht den Landbesitzer an, Saleem herauszugeben. Nach vielen Bitten gibt er nach. Während der ganzen Zeit verhalten sich die Polizisten wie Zuschauer. Die Familie bringt Saleem in ein Bezirkskrankenhaus. Wegen der Schwere seiner inneren Verletzungen muss er ins Krankenhaus von Lahore verlegt werden, wo er drei Tage später stirbt.

Noch vor dem Tod des jungen Mannes haben Mitglieder des Pakistan Center for Law and Justice (PCLJ) dem Vater bei der Registrierung eines sogenannten Erstinformationsberichts gegen Dogar und vier andere Männer geholfen. Die Beschuldigten werden kurzzeitig in Haft gehalten, dann erwirkt die Polizei Freilassung auf Kaution. Der Exekutivdirektor des PCLJ erklärt, die Regierung habe es in der Vergangenheit versäumt, ein zutiefst korruptes Polizeisystem zu reformieren.

Der Polizeichef des Bezirks, Zahid Nawaz Marwat, bestreitet, dass die Polizei Nichtmuslime diskriminiere. Er sagt, er werde dem Vorwurf, die Polizeibeamten hätten sich im Fall Saleem unkorrekt verhalten, nachgehen.

Kasur ist im Übrigen derselbe Bezirk, in dem 2014 ein junges christliches Ehepaar, Shahzad und Shama Masih (26 bzw. 24), wegen falscher Blasphemie-Beschuldigungen von einem muslimischen Mob fast zu Tode geprügelt und dann – noch lebend – in einem Ziegelofen verbrannt wurde. Alles vor den Augen von Polizeibeamten.

Quelle: Morning Star News, Partner von AVC

Wir beten für ...
> die Abschaffung des Blasphemie-Gesetzes.
> Schutz und Gerechtigkeit für Christen durch Polizei und Justiz.
> Stärkung der Christen in Pakistan.

 

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