AVC Usbekistan
23. Januar 2022

Land im Wandel

USBEKISTAN
»Die Taliban haben die usbekische Grenze angegriffen!« Mit dieser beunruhigenden Meldung werden die Besucher bei ihrer Ankunft im Süden Usbekistans begrüsst.

Mit Eduard S. zusammen bin ich unterwegs auf Projektbesuch.

Neues Gemeinde- und Schulungszentrum
Die Lage beruhigt sich rasch, die befürchtete Eskalation wegen der Taliban bleibt aus. Nahe Termiz, an der afghanischen Grenze, sind unsere usbekischen Freunde schon seit Monaten darauf vorbereitet, afghanischen Flüchtlingen und verfolgten Christen aus dem Nachbarland beizustehen. Das dafür angestellte Ehepaar wird von AVC mitfinanziert. Als strategischer Stützpunkt für diese Arbeit dient ein neues Gemeinde- und Schulungszentrum für Frauen und Männer. Diese fühlen sich dem Auftrag verpflichtet, an der Seidenstrasse die Gute Nachricht zu verbreiten. Uns fällt die Ehre zu, das Zentrum anlässlich unseres Besuches einzuweihen.

Frischer Wind
Nach seiner Wahl vor fünf Jahren hat der Staatspräsident begonnen, das Land wirtschaftlich zu öffnen, Prozesse der Modernisierung und Erneuerung anzustossen und Religionsfreiheit zu gewähren. Die lähmende Einschüchterung durch die autokratische Macht ist einem innovativen, unternehmerischen Geist gewichen. Ein frischer Wind hat die Atmosphäre spürbar verändert. Es bewegt uns, die Metamorphose einer Nation mitzuerleben.

Schub für Christen
Obwohl Bürokraten entlegener Landesteile den Christen noch immer ablehnend gegenüberstehen und sie behindern, ja, verfolgen, wächst die Kirche im ganzen Land. Wir besuchen auch einige uns bekannte Frauen. Noch vor sieben Jahren waren sie wegen ihres Glaubens verfolgt, teils von Familienmitgliedern verraten und von Behörden zu horrenden Geldstrafen verurteilt worden. Damals half ihnen AVC, die Bussgelder in der Höhe von 40 Monatsgehältern aufzubringen. Heute wie damals brennen diese Frauen dafür, die Botschaft von Jesus unter die Leute zu bringen. – Wie im Süden, so geschehen auch im Westen Usbekistans krasse Veränderungen. In der autonomen Provinz Karakalpakistan, über der früher so etwas wie ein Todesschatten lag, entstehen heute Gemeinden, welche der Region neues Leben einhauchen. Was in Usbekistan auffällt: Christen unterschiedlicher Denominationen nutzen in freundschaftlicher Verbundenheit das geöffnete Zeitfenster und geben die Gute Nachricht in Wort und Tat weiter. Wir unterstützen sie, indem wir ihnen Ressourcen zur Verfügung stellen und für sie beten.

AVC engagiert sich in Usbekistan in folgenden Bereichen: strategische Gemeindegründung und Vernetzung, pastorale Betreuung lokaler Teams, mobiles evangelistisches Reiseteam, Dienste für Frauen und Jugendliche, Aufbau einer Medienarbeit, pastorale Dienste unter Afghanen.

Weitere Infos zu unserem Engagement in Usbekistan: https://www.avc-ch.org/de/usbekistan

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