23. Juni 2026

Soforthilfe mit Folgen

SRI LANKA
Praktische Nächstenliebe und Evangelisation berühren Herzen, als Sri Lanka von Wassermassen überwältigt wird.

«Es ist jetzt halb zwei Uhr morgens. Seit vergangener Nacht sind wir unterwegs. In den Überschwemmungen stecken wir mit mehr als 300 Fahrzeugen fest.» So schildert AVC-Mitarbeiter Pastor Joseph die Lage, als am 28. November 2025 der Tropensturm Ditwah grosse Teile von Sri Lanka unter Wasser setzt. «Die Lage ist äusserst ernst und verschlimmert sich weiter, viele Gebiete stehen komplett unter Wasser. Die Menschen können nicht schlafen und nicht in ihre Häuser zurückkehren. Bitte betet für Sri Lanka. Dies ist eine beispiellose Situation in unserer Geschichte!»

Soforthilfe…
Dem Gebet folgen Taten. In der Grossküche des AVC-Schulungszentrums bereiten Christen warme Mahlzeiten zu. Mitarbeitende aus zahlreichen Gemeinden verteilen mehr als 1000 Essenspakete, mit denen sich jeweils eine Familie zwei Wochen lang ernähren kann. Unter den Hilfsempfängern befinden sich etwa 400 betroffene Gemeindefamilien und fast doppelt so viele Familien, die den christlichen Glauben noch nicht kennen.

… und langfristige Unterstützung
Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Die Aufräumarbeiten sind zum grossen Teil abgeschlossen, jetzt ist der Wiederaufbau dran. Denn Strassen, Brücken und Bahnlinien wurden von Schlammlawinen zugeschüttet oder von Wassermassen fortgeschwemmt. Tausende Wohnhäuser sind komplett zerstört. Die Hinterbliebenen trauern um verstorbene Angehörige und Freunde.

Gespräche mit Perspektive
Der Tropensturm traf Sri Lanka, während sich viele Gemeinden auf dem Inselstaat mit einem bewährten Projekt auf die Weihnachtszeit vorbereiteten: Die Gemeindemitglieder hatten sich vorgenommen, in der Adventszeit je fünf Traktate an ausgewählte Personen weiterzugeben.

Je ein Schriftstück sollte an jemanden aus der Verwandtschaft, der Nachbarschaft, dem Freundes- und dem Bekanntenkreis gehen. Das fünfte Traktat war für einen Unbekannten. Die Begegnungen sollten nicht zufällig passieren, sondern im Gebet vorbereitet und von einem Gespräch begleitet werden. In wenigen Minuten wollten sie erklären, wie ihr Leben ohne Gott gewesen war, wie Jesus sie gefunden hatte und nun ihr Leben veränderte. Trotz der Unwetter konnte das Projekt umgesetzt werden und Tausende hielten noch vor Weihnachten ein Schriftstück in den Händen, das mitten in der Katastrophe auf die Hoffnung in Christus hinweist.



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