23. September 2026

Wenn Gott das Herz berührt

LIBANON
«Wir sehen uns mit einer grossen Anzahl von Binnenflüchtlingen konfrontiert», berichtet Georges. Unser libanesischer Partner und seine Gemeinde helfen vielen Menschen, die in ihrer Gegend gestrandet sind.

Bereits 2023/24 erreichten Tausende die Gegend unseres libanesischen Partners. Nach dem Ende des Konflikts mit Israel kehrten zahlreiche Vertriebene in ihre Häuser zurück, viele andere blieben jedoch. Als Israel in diesem Jahr seine Angriffe auf die Hisbollah im Süden Libanons wieder aufnahm, flüchteten viele der Rückkehrer erneut ins Bekaa-Tal. Nach dem Waffenstillstand zogen zahlreiche Menschen erneut in ihre unbeschädigten Häuser ein, während andere, deren Häuser zerstört worden waren, blieben.

Die Not ist gross
Lebensmittel, Hygieneprodukte und Kleider gehören zu den dringendsten Bedürfnissen der Binnenflüchtlinge. Ferner konzentriert sich die Nothilfe unseres Partners auf die nicht immer einfache Beschaffung von Medikamenten gegen Herzerkrankungen, Diabetes oder Epilepsie sowie auf Windeln und Spezialnahrung für Neugeborene. In einer Notunterkunft hat er für Familien eine Waschmaschine und einen Warmwasserbereiter installiert.

Geistliche Nahrung
«Das Hauptziel unserer Besuche ist jedoch nicht nur die materielle Hilfe, sondern auch die Weitergabe des Evangeliums. Wir schenken Erwachsenen und Kindern Bibeln. Nach der Verteilung von Mahlzeiten verkünden wir die Gute Nachricht, und es gibt eine Zeit der Anbetung», berichtet Pastor Georges.

«Ein einzigartiges Buch»
Pastor Georges Familie half auch einer Frau mit Schwangerschaftskomplikationen, deren Mann Soldat in der libanesischen Armee ist. Die beiden haben ausserdem einen Sohn und eine Tochter. «Die Frau erzählte uns bei unserem Besuch, sie habe das Neue Testament zu Ende gelesen, und sagte vor ihrer ganzen Familie: ‹Die Bibel ist ein einzigartiges Buch. Man kann die Geschichten über das Leben von Jesus sehr leicht lesen. Ein Zwölfjähriger kann sie verstehen, ebenso wie ein reifer Mensch.» Diese Familie erlaubt ihrem Sohn, die illustrierte Kinderbibel zu lesen.

Tränen der Hoffnung
Flüchtling Mahmoud und seine Frau sind inzwischen in ihre Heimatregion Baalbek zurückgekehrt. «Sie wünschen sich ein Kind, und bevor sie gingen, beteten wir gemeinsam, dass Gott ihnen eines schenken möge. Nach dem Gebet hatte Mahmoud Tränen in den Augen. Als wir ihn fragten, warum er weinte, sagte er: ‹Die Worte des Evangeliums und das Gebet dringen ins Herz ein und spenden Trost.»



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