
Schmecket und sehet …
Arunachal Pradesh, das «Land der Berge in der Morgenröte», ist ein dünn besiedelter, aber stark bewaldeter Bundesstaat im Nordosten Indiens und die Heimat zahlreicher indigener Volksgruppen. Eine davon sind die Monpa. Durch ihre starke Verwurzelung im tibetischen Buddhismus stehen sie dem christlichen Glauben meist sehr verschlossen gegenüber. Nur wenige von ihnen folgen Jesus.
Feines Essen
Einer von ihnen ist Pastor Narendra*. Er lebt in Tawang. Die Stadt liegt auf über 3000 m ü. M. tief im Himalaja und ist für das grösste buddhistische Kloster ausserhalb Tibets bekannt. Auch Narendra war einst ein hingebungsvoller Buddhist. Als er schwer erkrankte, fand er jedoch Heilung durch Jesus und wurde Christ, weshalb ihn seine Familie enteignete.
Daraufhin eröffneten Pastor Narendra und seine Frau ein Restaurant. Aus Angst, das Christentum könnte sich verbreiten, versuchten die Behörden, den Betrieb wieder zu schliessen. Nur mit grosser Mühe gelang es dem Ehepaar, das Restaurant weiterzuführen. Inzwischen hat sich jedoch herumgesprochen, dass man dort ausgezeichnet essen kann – und das Lokal floriert.
Entwaffnende Ehrlichkeit
Kalaktang ist eine weitere wichtige Stadt der Monpa. Hier unterstützt AVC seit sieben Jahren die Arbeit des Gemeindegründers Valin*. Zu Beginn begegneten ihm die Einheimischen mit grossem Misstrauen und wollten ihm nicht einmal ein Zimmer vermieten. Doch als er begann, an einer Schule Englisch zu unterrichten und mit den Kindern Sport zu treiben, gewann er nach und nach ihr Vertrauen.
Eines Tages fand Valin auf dem Markt ein Geldbündel mit 50 000 indischen Rupien – umgerechnet rund 500 Franken. Obwohl er selbst nur über bescheidene Mittel verfügte, half er mit, den Besitzer ausfindig zu machen. Als die Einheimischen erfuhren, dass Valin das Geld seinem rechtmässigen Besitzer zurückgegeben hatte, staunten sie über die Ehrlichkeit des Christen. Die Vorbehalte gegen ihn schwanden weiter.
Noch immer gibt es Widerstand in der Stadt. Doch einige Monpas haben Jesus angenommen und sich taufen lassen. So ist eine kleine christliche Gemeinde entstanden.
* Namen geändert



