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News KW 35 MoldawienMoldawien: Sommercamp für Kinder

40°C herrschten in Moldawien Mitte August. Kein Wunder also, dass bei den Kindern das Baden im See und Wasserspiele der absolute Renner waren. Unser Kids Camp bot aber viele weitere Aktivitäten, Sport und Spass. Und dabei hörten die Kinder auch von Jesus.

In diesem Jahr war wegen Corona das Übernachten der Kinder im Kids Camp Sărata Galbenă nicht erlaubt. Deshalb holten unsere Partner die Kinder jeden Tag aus den Dörfern mit dem Reisecar ab und brachten sie abends wieder heim. Dabei konnten sie bei Tagesende Brot, Kleider und andere Hilfsgüter mit nach Hause nehmen. »Wir organisierten eine Tombola für alle. Ungefähr 15 Kindern, von denen wir wussten, dass zuhause besonders grosse Not herrscht, steckten wir spezielle Lose zu. Mit diesen konnten sie dann genau jene Sachen ›gewinnen‹, zum Beispiel Frottee-Tücher, die wir extra für sie vorbereitet hatten«, berichtet AVC-Projektleiter Hanspeter Lehmann.

Das Buschtelefon klappt!
Das Camp war eine Woche zuvor in den christlichen Gemeinden angekündigt worden. Sofort sprach es sich rum, denn die Kinder aus den Gemeinden sagten es ihren Nachbarn. So kamen zu Beginn nur wenige Kinder, aber mit jedem Tag wuchs die Schar, und der Bus musste mehrmals fahren.

Das Camp fand in der Nähe von Sărata Galbenă statt. Auf 18 ha steht dort ein altes Weingut aus der Sowjet-Zeit mit einigen massiven, bis zu 100 Meter langen Gebäuden, umgeben von Wiesen, Feldern und einem See. Die Gebäude werden nun saniert. Das Konstruktionsholz und die Blechdächer für die Dachstühle und die Dächer stammen aus der Gegend. Viele weitere Baumaterialien und Einrichtungsgegenstände wie Boden- und Bauplatten, WC-Schüsseln, dreistöckige Kajütenbetten oder Fenster kommen aus der Schweiz.

Ein Camp für alle Fälle
Zwei Hallen sind bereits fertig. In den Mehrbettzimmern gibt es Platz für 250 bis 300 Kinder. Auf einer Wiese wird der Rasen planiert und Sand ausgelegt für ein Beachvolley-Feld. Ein Festzelt, eine Outdoor-Küche, eine Rutschbahn, Trampoline, Pedalos und Boote – alles gespendet aus der Schweiz – machen aus dem Camp eine grossartige Freizeitanlage. Vorgesehen ist ein Multifunktionscamp für Sommerlager, Taufen, Outdoor-Evangelisationen und Konferenzen mit bis zu 1000 Jugendlichen.

Hilfe für Körper, Seele und Geist
Und übrigens: Die gleichen 200 Kinder, die in diesem Jahr unser Camp besucht haben, werden nach den Sommerferien auch täglich unsere Aufgabenhilfe in Anspruch nehmen: Sie kommen nach der Schule und erhalten erst mal zu essen, wobei es für einige die einzige Mahlzeit des Tages ist. Danach erledigen sie ihre Aufgaben, und dann ist Zeit für das Evangelium – und dies an jedem einzelnen Wochentag.

Diese Aufgabenhilfe, die zurzeit nur in der Ortschaft Sărata Galbenă stattfindet, soll ab Herbst in weiteren umliegenden Dörfern eingerichtet werden. Dabei entstehen richtiggehende Treffpunkte mit Spielplätzen, wo auch Lebensmittel und Hilfsgüter an die Menschen abgegeben werden. Dies immer in Verbindung mit einem Gottesdienst. »Es kommen viele Bedürftige, die noch nie etwas von Jesus gehört haben«, so Hanspeter Lehmann. »Zuerst hören sie das Evangelium, dann werden die Hilfsgüter verteilt. Lange Zeit kommen sie vielleicht nur für die Hilfsgüter. Doch irgendwann dringt auch das Evangelium ins Herz.«