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jahresevent 19 beitragJahresevent '19: Von Bananen, Schmugglern und Freundschaften

«Die Bananen sind vom Baum gefallen. Sie sind etwas zerfleddert, aber man kann sie noch essen.» Nach dieser Nachricht lässt unser Projektleiter das Funktelefon erleichtert sinken.

Er weiss nun, dass seine ausgesandten Evangelisten einen Weg an den Rebellengruppen vorbei gefunden und das abgelegene Dorf erreicht haben – verletzt zwar, aber nicht in Lebensgefahr.

Das Publikum am Jahresevent hängt unserem Gastredner aus dem Südsudan gebannt an den Lippen. Solch kleine Einblicke in seinen Alltag lassen uns staunen. Und bisweilen schleicht sich ein Schamgefühl ein, wenn wir an unsere eigenen «Herausforderungen» denken, die uns im Zusammenhang mit Gesprächen über Jesus im Alltag begegnen.

Wiederholt zum Lachen bringt uns der Projektleiter aus Myanmar mit seinen (wahren!) Räubergeschichten. Seine Bibel-Schmuggler-Karriere hat ihren Anfang auf der Toilette einer Armeebasis genommen. Weil es in seiner Kirche mit 300 Mitgliedern nur drei Bibeln gab, durfte er ein Exemplar nur für sechs Monate ausleihen – und musste so jede freie Minute nutzen, um in der kurzen Zeit alles zu lesen. Seine eigene Not hat ihn dazu bewogen, für andere Christen eine bessere Lösung zu finden: Bibeln für Myanmar! Gemeinsam mit AVC ist die Vision «1 Million Bibeln für Myanmar» entstanden, wobei heute 200'000 davon bereits gedruckt und grösstenteils verteilt sind

Afghanische Missionarin made in India – davon berichten unsere Gäste aus Bangalore, Indien. In ihrer Arbeit unter Muslimen sind sie mit einer jungen afghanischen Studentin in Kontakt gekommen. Die über den vielen gemeinsamen Mittagessen entstandene Freundschaft demonstriert der jungen Frau die Liebe Gottes so stark, dass sie ihr Leben Jesus übergibt. Sie kann es kaum erwarten, nach dem Studium zurück in ihrem Heimatland von ihrem Retter zu erzählen.

Der Jahresevent hat seine horizonterweiternde Wirkung nicht verfehlt: Staunend über Gottes weltweites Wirken, mitgerissen von den aussergewöhnlichen Lebensgeschichten und inspiriert, Gott auch im eigenen Alltag wieder mehr Spielraum einzuräumen, verlässt eine fröhliche Schar von neuen und alten Bekannten die Arche Winterthur – hinaus ins offene Land der Möglichkeiten. Bis zum nächsten Jahresevent!