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suedsudan bewegung bildfolgeSüdsudan: Wenn Gott in Bewegung setzt

Im Südsudan sind unzählige Menschen auf der Suche nach halbwegs sicheren Refugien entwurzelt und in Bewegung gesetzt worden. Mit ungeahnten Folgen.

Nicht wenige dieser Leute aus der Republik Sudan und dem Südsudan landen in einem der Flüchtlingslager im Grenzgebiet zwischen den beiden sudanesischen Staaten* – im Betätigungsfeld unserer Evangelisten.

Unzugänglich und unerreicht
Scharen von Flüchtlingen stammen aus Regionen, die in Friedenszeiten für Evangelisten praktisch unzugänglich wären. Aus Volksgruppen, in denen der Name Jesus Christus noch nie genannt worden ist. Im Camp hören sie von ihm und finden zum Glauben.

Zunächst planten wir, die jungen Christen durch kurze Grundkurse im Glauben zu festigen. Doch das warf Fragen auf, die in eine grössere Vision mündeten: »Diese Leute haben Feuer gefangen. Warum geben wir ihnen nicht gleich noch das Handwerkszeug mit, um ihrerseits als Evangelisten hinausgehen zu können? Warum rüsten wir sie nicht gleichzeitig auch noch dafür aus, andere im christlichen Glauben schulen und trainieren zu können?«

Bibelschule im Flüchtlingscamp
Also haben wir im Juni 2018 die Missionsbibelschule im Flüchtlingslager mit 82 jungen Christen gestartet. In Ergänzung zum Unterricht führen die Bibelschüler zwei Mal in der Woche Einsätze im Camp und in der Umgebung durch. Theorie und Praxis gehen so Hand in Hand, und die Teilnehmer werden lebensnah darin geschult, ihre Landsleute zu erreichen.

Nach sechs Monaten, im Januar 2019, findet dann in einer feierlichen Zeremonie die Graduierung statt. 38 haben bis zum Ende durchgehalten, darunter fünf Frauen. Sie kommen aus unterschiedlichsten ethnischen Hintergründen. Samson ist einer von ihnen. »Ich hätte nie gedacht, jemals eine solche Gelegenheit zu erhalten. Jetzt bin ich bereit, zu meinen Leuten zurückzukehren, ihnen die gute Nachricht zu bringen und sie auch zu trainieren.«

Wenn Gott in Bewegung setzt …

Wenn Clan-Chefs Feuer fangen
An der Abschlussfeier sind unter anderen auch sechs Clan-Chefs vertreten. Diese motivieren nicht nur ihre Leute, bei den Trainingsmitzumachen – zum Beispiel im nächsten Zyklus ab Februar –, einer von ihnen hat sich auch gleich noch eingeschrieben. Neben weiteren achtzig Aspiranten.

Wir wissen nicht, was und wen Gott im abgelegenen Grenzgebiet des Südsudan noch in Bewegung setzen wird. Und wie viele Stämme und Volksgruppen dann erstmals das Evangelium hören werden. Aber wir wissen: Es bleibt spannend.