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News 28 KW Sibirien neu webSibirien: Im Nirgendwo

Angarsk findet man noch auf jeder Landkarte, Nercha nirgends.

Nercha ist eines der drei Dörfer, in denen die Tofen leben. Das 1994 entdeckte Volk umfasst nur noch um die 500 Leute. Ihre Dörfer liegen in Tofalarien, einem Gebiet zwischen Russland, der Mongolei und China. Extrem abgelegen. Mit dem Hubschrauber kann man es erreichen. Mit dem Auto haben wir es im Winter über zugefrorene Flüsse auch schon geschafft. Mit unserem neuen Spezialfahrzeug versuchte es Mitte Juni ein sechsköpfiges Team unter der Leitung von Andrej Berglesow.

Von Angarsk aus sind es »nur« 800 km. Die ersten 400 km gibt es Straßen. Danach gibt es - Wildnis. Keine Straßen, keine Landkarte, kein Navi. Und der Weg führt steil – teilweise bis zu 45° Steigung – bis auf 3000 Meter Höhe hinauf. Mehr als einmal schienen sie vor dem Aus zu stehen. Weggabelung: rechts, links oder geradeaus? Keiner weiß es. Außer Gott. Sie beten, fragen ihn, nehmen die Abbiegung links. Richtig. Irgendwie und irgendwann kommen sie durch Gottes Hilfe in dem Dorf Nercha an.

Unser Missionar lebt dort bereits seit fünf Jahren. Vier ganze Jahre ist kein Auto bis zu ihnen vorgedrungen. Die Freude über die Besucher ist riesig. Das ganze Dorf kommt zusammen und hört die gute Nachricht von Jesus Christus. Etwa 20 Menschen treffen eine Entscheidung für ihn. So wächst die kleine Gemeinde in diesem Dorf im Nirgendwo. Auf keiner Karte zu finden. Doch im Herzen Gottes präsent.