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Transnistrien: Gott im »Nicht-Staat«

Die allgemeine Situation in der Republik Transnistrien, die bislang international nicht anerkannt wurde, ist schlecht: enorme Arbeitslosigkeit, sehr niedrige Löhne, rekordtiefes Rentenniveau, horrende Scheidungsrate, ungezählte Sozialwaisen.

Der Ruf

Hier leben unsere Mitarbeiter Dmitrij (31) und Alexandra (30) Matvei mit ihren drei Kindern. Sie gehörten zu den wenigen Glücklichen, die eine bezahlte Arbeit hatten. Dmitrij will eine christliche Gemeinde gründen, deren Türen für jeden offen sind und die sich um Arme und Benachteiligte kümmert. Der junge Anwalt, der ebenso wie seine Frau atheistisch erzogen wurde, vernimmt Gottes Ruf und hängt die Paragrafen an den Nagel. Seine Frau gibt die Anstellung im Staatsarchiv auf. In Tiraspol gründen sie einen Jungend-Hauskreis. Für Dmitrij und Alexandra ist es zentral, Beziehungen aufzubauen und Mentoren für ihre Schützlinge zu sein. Wie wichtig das ist, zeigt das Schicksal von Valerij.

Vom Heim auf die Straße
Der 17-jährige Valerij lebt in einem staatlichen Internat. Der Vater ist nach der Scheidung weg, die Mutter schiebt ihren Sohn ab. Aufgrund der Corona-Krise muss das Internat vorübergehend schließen. Alle Schüler werden nach Hause geschickt. Doch Valerij hat kein Zuhause. Seine Mutter lehnt ihn ab, was ihn zutiefst verletzt. Auch hat der Junge Angst vor dem gewalttätigen Lebensgefährten der Mutter. Drei Tage irrt Valerij durch die Straßen, hat nichts zu essen. Die Situation überfordert ihn total; er bekommt hohes Fieber. Schließlich bittet er Familie Matvei um Hilfe. Diese nimmt ihn auf und pflegt ihn gesund.

So wird Gottes Liebe auch in diesem »Nicht-Staat« sichtbar.