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Bhoutan: un idolâtre devient baptiseur

Philippinen: Unerträglich und entwürdigend

Alle Kinder, die wir im House of Hope aufnehmen, kommen aus den Slums von Manila. Deren Geschichten sind tragisch und quälend, und alle sind sie ähnlich.

Obdachlosigkeit, Verwahrlosung, Missbrauch: das Schicksal ungezählter Kinder in den Slums von Manila. Wir halten mit aller Kraft dagegen. Weggeschmissen wie Unrat Die Leidensgeschichten unserer Heimkinder ähneln sich: Auf der Straße ausgesetzt, so jung noch, dass keine Erinnerung vorhanden ist. – Von einer unwilligen Bezugsperson zur nächsten weitergereicht und dann auf der Müllkippe »entsorgt«. – Von den Eltern körperlich misshandelt. – Als Baby in Tücher gepackt und auf den Müll geworfen. – Vom Vater sexuell missbraucht, oft über Jahre. – In einem Sack am Straßenrand liegengelassen. – Einfach aus dem Haus getrieben.

House of Hope
In unserem Kinderheim finden solche Kinder ein Zuhause, mit Liebe und guter Versorgung. Wir sorgen zudem dafür, dass alle uns anvertrauten Kinder eine Schulbildung erhalten. Darin liegt der Schlüssel, um der Armut zu entfliehen und ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Doch die Hintergründe unserer Schützlinge erfordern darüber hinaus innere Heilung und Sozialisierung. Die meisten von ihnen sind schwer traumatisiert, innerlich verletzt, verhaltens-und beziehungsgestört. Da stützen wir uns voll auf Gottes Handeln. Er heilt und bewirkt Wiederherstellung. Im Anschluss an die Schulzeit ermöglichen wir den Jugendlichen eine Berufsbildung. Einige unserer Älteren bekommen derzeit eine Krankenschwester-/ Pfleger-Ausbildung, andere studieren Sozialpädagogik. Fünf der Jungs durchlaufen aktuell unser landwirtschaftliches Ausbildungsprogramm. Um eine gesunde Persönlichkeit entfalten zu können, übernehmen alle unsere Zöglinge auch altersgerechte Aufgaben und Verantwortung im Kinderzentrum, zum Beispiel in unserem Selbstversorgungsprojekt.

Selbstversorgung
Täglich dreimal die Münder von 100 Kindern zu stopfen, geht ganz schön ans Geld. Um die Kosten möglichst tief zu halten, forcieren wir unsere Selbstversorgung durch Gemüseanbau und Fisch-, Ziegen-, Enten- und Schweinezucht. So generieren wir auf drei Hektaren Land einen guten Teil unserer Lebensmittel selbst. Unsere Fischzucht ist das wohl ambitionierteste Projekt. Aquaponic ist eine Kombination von Fischzucht und Gemüseanbau. Das mit Nährstoffen angereicherte Wasser der Fischteiche wird durch Wasserbecken mit kleinen Steinen geleitet, in denen Gemüse gepflanzt wird. Um den nicht unerheblichen Strombedarf der Pumpen abzudecken, planen wir, unsere Solaranlagen auszubauen.

Unsere noch bescheidene Ziegenzucht inspiriert uns zu Tagträumen von einer stattlichen Ziegenherde. Ziegen geben exzellentes Fleisch, das hier gut zu vermarkten ist. Einige unserer wagemutigen Projekte stecken noch in der Experimentierphase – und trotzdem tragen sie bereits zu einer erheblichen finanziellen Entlastung bei. Und nicht nur das, sie erzielen auch einen Lerneffekt für die Kinder. Diese packen mit an, lernen Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen, sich für die Gemeinschaft zu engagieren und erwerben dabei praktische Fähigkeiten. Besonders für Kinder mit vorwiegend praktischen Fähigkeiten bieten diese Tätigkeiten eine gute Basis für eine handwerkliche oder landwirtschaftliche Berufslehre. Eine Lehrwerkstätte für Tischler soll die Palette von Ausbildungsmöglichkeiten erweitern.

Kein Kind hat es verdient, wie Müll behandelt zu werden. Durch unser Engagement machen wir unseren Zöglingen klar, wie einzigartig und kostbar sie sind. Und wir bereiten sie vor, ihr Leben in Zukunft selbständig und erfolgreich zu gestalten. Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns dabei helfen.