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Indien-Moldawien-Corona

Indien/Moldawien: Corona zum Zweiten

In vielen Ländern bedeutet Corona eine zusätzliche Katastrophe.

Indien
Manche Wanderarbeiter – wegen Covid-19 zu Fuss unterwegs nach Hause – starben unterwegs. Viele, die es mit Vorfreude bis ins Heimatdorf schafften, durften dieses wegen der Covid-Hysterie nicht betreten. Während des Lockdowns ging die Polizei mit Schlagstöcken auf Passanten los. Ihr Befehl lautete: »Es dürfen keine Menschen auf der Strasse sein.« Wie die Polizisten den umsetzten, war ihnen überlassen. Auch gegenüber Leuten, die dringend Nahrungsmittel oder Medikamente kaufen mussten. Die Inflation samt Lebensmittelpreisen steigt rasch an.

Unzählige Familien sorgen sich wegen des kommenden Winters. Als AVC unterstützen wir weiterhin Christen, die unter massiver Verfolgung und Auswirkungen der Corona-Massnahmen leiden. Neben akuter Nothilfe leisten wir zunehmend »Hilfe zur Selbsthilfe« in Form von einmaligen Zahlungen von 180 CHF als Starthilfe für ein kleines Business, eine Ladeneröffnung oder einen Gemüse-Marktstand.

Unsere Partner in Moldawien melden
Gott sei Dank ist niemand aus unserem Altenheim und Behindertenzentrum mit dem Coronavirus angesteckt. Aber einige Mitarbeitende und Kirchenmitglieder hat es erwischt. Unser Fahrer Alexandr mit seinen zahlreichen Kontakten ist schwer erkrankt und erholt sich jetzt nach zwei Wochen Krankenhaus.

Unsere grosse Herausforderung sind die Bedürfnisse der verarmten Bevölkerung in Moldawien – die jetzt mit der Coronakrise noch weit mehr zu leiden hat. Dazu kommt, dass es in ganz Moldawien aufgrund der anhaltenden Trockenheit von Januar bis September kaum Weizen, Kartoffeln, Mais und Öl gibt. Die Gärten vor den Häusern sind verkümmert.

Und jetzt steht der Winter vor der Tür. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren. Die Renten von Senioren sind weit zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben. Die grösste Not besteht heute im Mangel an Nahrungsmitteln und Brennholz für den Winter.

Wir haben vor, vermehrt armen Familien, behinderten und älteren Menschen zu helfen. Dazu braucht es ein Wunder von Gott, dass wir wenigstens den amschlimmsten Betroffenen in unserem unmittelbaren Umfeld helfen können.