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LibanonBrasilien: Suppenküchen kein Auslaufmodell

Brasilien ist wie kaum ein anderes Land von der Corona-Pandemie betroffen. Das führt zu dramatischen Folgeproblemen.

Die Stadtverwaltung in Santa Cruz rechnet mit 5000 Menschen, die wegen des Verlustes ihrer Arbeit in der Corona-Zeit hungern werden. Viele sind verzweifelt, weil sie nicht wissen, was sie am nächsten Tag essen sollen. Seit März wurden in unsere Suppenküche in Brasilien über 44.000 Mahlzeiten und zusätzlich Lebensmittelpakete ausgeteilt und so das Überleben von mehr als 600 Familien sichergestellt. Suppenküchen sind kein Auslaufmodell, sondern in dieser Zeit dringender denn je.

Schon seit Jahrzehnten ist die Suppenküche in Betrieb, zuverlässig wie ein schweizer Uhrwerk. In einer Phase haben die Sozialbehörden Menschen vor die Wahl gestellt, monatlich einen Geldbetrag zu erhalten oder aber sich in der Suppenküche einzuschreiben. Die Menschen haben die Suppenküche gewählt. Von ihr wussten sie, dass sie die Armen auch in schweren Zeiten nicht im Stich lässt.

Aktuell engagieren sich fast alle christlichen Gemeinden in Brasilien. Sie versorgen Menschen, die durch den Lockdown ihre Existenzgrundlage verloren haben, mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.