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Südsudan: Für die Schwächsten

Mit vereinten Kräften sollen die akute Unterernährung und Übersterblichkeit gelindert werden.

Ein Grossteil der Bevölkerung im Südsudan leidet noch immer unter den Folgen der 2013 ausgebrochenen Gewalt zwischen Regierungsarmee und Opposition. Unser Partner vor Ort, die Hope Vision Organisation, nutzt das im September 2018 unterzeichnete Friedensabkommen und den dadurch erzielten Waffenstillstand, um gefährdete Gemeinschaften in der Region Boro Medina mit Nothilfe zu erreichen.

Boro Medina gilt als die Region mit der schlechtesten Ernte. Am stärksten davon betroffen sind Blinde, Alte und Kranke, die anlässlich von Flucht und Vertreibung zurückgelassen worden sind. In den letzten Monaten sind die ohnehin knappen Ressourcen noch knapper geworden, weil bereits mehrere Tausend Flüchtlinge wieder zurückgekehrt sind. Unser Ziel ist es, die akute Unterernährung und Übersterblichkeit in dieser Region durch Nothilfe zu lindern.

Hilfe, die ankommt
Mit vereinten Kräften und Partnerschaften haben bis heute 2800 Menschen Lebensmittel erhalten; Getreide, Bohnen und Öl. Unser Partner berichtet, dass der Zugang nach Boro Medina weiterhin eine Herausforderung bleibt. So zum Beispiel im Dezember: Weil der LKW unterwegs eine Panne hatte, dauerte die Lieferung anstatt der geplanten drei ganze 15 Tage. Die schlechten Strassenzustände führen immer wieder zu Verzögerungen bei den Lieferungen und so auch zu steigenden Transportkosten.

Für nachhaltige Hilfestellungen hat unser Partner zusammen mit anderen NGOs Schutzkomitees ins Leben gerufen. Diese überwachen besonders schutzbedürftige Personen und leisten notfalls Unterstützung. Sie helfen zum Beispiel bei der Versorgung mit Wasser und Brennholz und organisieren im Krankheitsfall Spitalbesuche.