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Burkina Faso: Im RampenlichtBurkina Faso: Im Rampenlicht

Ein Sprichwort sagt: Tue Gutes und sprich darüber – bzw. lass via TV-Sender darüber berichten. Die Hilfe von AVC und Nehemia für verfolgte Christen in Burkina Faso bleibt nicht verborgen.

Der größte christliche Fernsehsender Burkina Fasos sendete einen rund 20-minütigen Bericht über die Situation der verfolgten Christen im Land und speziell über die Hilfe, die von AVC und Nehemia im Lager in Kongoussi geleistet wird.

Plötzlich Witwe 
Der Mord geschah am Sonntag, 28. April 2019 in der Assemblies of God Church in Sirgadji. – Rokia* schaut zurück: »Als mein Mann starb, war ich hoch schwanger. Mein Schmerz über den Verlust war derart, dass ich unfähig war zu weinen. Elf Tage nach der Tragödie wurde unser Sohn geboren. Nehemia. Ich stand jetzt mit zwei Kindern – der Ältere ist vier – allein da und hatte keine Ahnung, wie es weitergehen sollte. Meine Welt war zusammengebrochen. Im Flüchtlingslager von Kongoussi** wurden wir mit Nahrungsmitteln versorgt. Um Flüchtlinge wie mich wirtschaftlich wieder auf die Beine zu bringen, wurden auch Webkurse angeboten. Ich grübelte noch darüber nach, wie ich das mit meinem Baby bewerkstelligen könnte, als ich durch die großzügige Hilfe von AVC/Nehemia überrascht wurde: Sie bezahlten meine Ausbildung, sorgten für die Betreuung meiner Kinder und gaben mir sogar ein kleines Taschengeld. Sofort begann ich mit meinem Training. Ich bin so dankbar für die Spender, die solches ermöglichen. Gott möge sie belohnen. Mir ist klar: Es liegt jetzt an mir, fleißig zu üben und zu arbeiten, um mich und meine Kinder über die Runden zu bringen«.

Anpacken 
Rokia steht mit ihrem Schicksal nicht allein da. Auch Djenebas* Mann fiel dem Angriff auf die Sirgadji-Kirche zum Opfer: »Ich blieb mit sechs Kindern zurück. Im Flüchtlingslager werden meine Kinder und ich mit Wasser, Brennholz, Nahrung und Unterkunft versorgt. Aber ich will nicht länger von Hilfe abhängig sein!« Djeneba eignet sich mit unserer Hilfe jetzt ebenfalls das Handwerk des Webens an und hofft, so ihre Familie durchbringen zu können.

Diese Form von Hilfe zur Selbsthilfe ist aktuell die beste Antwort auf die Notlage der christlichen Flüchtlinge. Es berührt uns, zu beobachten, mit welchem Eifer diese von der Verfolgung betroffenen Christen die Verantwortung für sich und ihre Familien übernehmen.

* Namen aus Sicherheitsgründen geändert