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China Audio-Bibeln

China: Verhaftet wegen Audio-Bibeln

Fünf Christen, die Audio-Bibel-Versionen und Abspielgeräte verkauft haben, standen in Shenzhen wegen »illegalen Geschäftsaktivitäten« vor Gericht.

Rigoros ahndet die Kommunistische Partei Chinas all jene Bürgerinnen und Bürger, die ihr nicht in den Kram passen. Seit einiger Zeit verwendet sie dazu die elektronische Überwachung, die 2020 ein ungeahntes Ausmass angenommen hat, auch weil das Corona-Virus der Regierung in die Hände spielt.

Dabei sind Christen besonderen Schikanen ausgesetzt. Pastoren werden verhaftet, Kirchengebäude zerstört, Hauskirchen überfallen, Bibeln und Gesangbücher verbrannt, Kreuze abgerissen. In einem Fünfjahresplan der Regierung ist vorgesehen, die Bibel umzuschreiben: Aussagen, die nicht konform sind mit den Grundsätzen der Partei, werden herausgestrichen. Dafür wird Gedankengut aus dem Buddhismus, Konfuzianismus und Kommunismus ergänzt.

Doch wann immer die Regierung neue Wege erfindet, die Christen im eigenen Land zu verfolgen, legt auch die Untergrundkirche Einfallsreichtum an den Tag, um die Kontrollmechanismen zu umgehen und Freunde, Nachbarn und Familienmitglieder trotzdem mit der guten Nachricht zu versorgen.

Wegen ihrer einfachen Handhabung sind Audio-Bibel-Player sehr beliebt. Die elektronischen, MP3-ähnlichen Abspielgeräte sind mit Bibelversen, Predigten, Hymnen und anderen christlichen Inhalten bestückt – praktisch damit auch für Menschen, die nicht lesen können.

Gegen fünf Christen, die Audio-Bibel-Player und Audio-Versionen der Bibel verkauft haben, werden in Chinas Küstenstadt Shenzhen zwei Prozesse geführt. Den Verkäufern drohen lange Haftstrafen wegen »illegalen Geschäftsaktivitäten«. Die Gerichtsverhandlungen stehen im Zusammenhang mit einer Regierungskampagne zur »Ausrottung von Pornographie und illegalen Publikationen«.

Die Christen in China sind dringend auf unser Gebet angewiesen – Gebete um Stärke, Zuversicht und offene Türen, damit das Evangelium China erreicht.