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ChinaChina: Das andere Virus

Das andere chinesische »Virus« – nämlich der Plan, das Christentum auszurotten – steigert nicht eine Nachfrage nach Masken, sondern nach Bibeln.

Das rigorose Vorgehen der chinesischen Regierung gegen das Corona-Virus weist deutliche Parallelen auf zu ihrem Vorgehen gegenüber der christlichen Gemeinde, die sich aus kommunistischer Sicht ebenfalls erschreckend rasch entwickelt. Das hat zur Folge, dass die Nachfrage nach Bibeln heute weit grösser ist als noch vor zehn Jahren. Warum das?

1. Verfolgungswelle zieht an
Während das Corona-Virus in China rückläufig sei, stachelt das zweite Virus Xi Jinping und seine Schergen umso mehr an. Sie verschaffen dem 2018 erlassenen Religionsgesetz zusätzlich Nachdruck: »Religiöse Organisationen müssen die Grundsätze und die Politik der Kommunistischen Partei Chinas verbreiten, ihre Leute so ausbilden, dass sie die Führung der Kommunistischen Partei Chinas, das sozialistische System unterstützen und den Weg des Sozialismus mit chinesischen Merkmalen beschreiten…« Tragikomisch ist, dass in demselben Papier auch noch Religionsfreiheit gewährt wird.

2. Bibeln und religiöses Material werden vernichtet
In den vergangenen Monaten hat die Polizei weitherum in Hausgemeinden ihr Unwesen getrieben: Bibeln und andere christliche Bücher vernichtet, Christen bedroht, verletzt, verhaftet. Betroffene einer 30-köpfigen Hausgemeinde berichten von Dutzenden uniformierten Beamten, die das Haus umzingelten, eindrangen, versammelte Christen drangsalierten und den Kirchenbesitz konfiszierten.

3. China revidiert die Bibel
Um das rasante Wachstum der christlichen Gemeinde zu stoppen, hat die Regierung eine besonders niederträchtige Masche entwickelt: Ein Fünfjahresplan sieht vor, in Zusammenarbeit mit der offiziellen Kirche die Bibel umzuschreiben. Mit der herrschenden Ideologie nonkonforme Aussagen werden gestrichen. Dafür soll das verbleibende Wrack mit Gedankengut des Buddhismus, Konfuzianismus und Kommunismus angereichert werden.

4. Alle Bibel-Apps und Bibelseiten werden gesperrt
China hat in den vergangenen Monaten sämtliche Bibel-Apps, Online-Bibeln und Download-Seiten gesperrt. Ein kürzlich veröffentlichtes Dokument über die Förderung des »chinesischen Christentums« beschreibt nichts als eine atheistisch–sozialistische Perversion. Dass die Urheber alles daransetzen, die originale Bibel zum Verschwinden zu bringen, ist offensichtlich.

5. Das Überwachungssystem
China hat sein umfassendes Überwachungssystem während der Corona-Zeit noch perfektioniert. Die Regierung kann jeden Bewohner auch über Mobiltelefon überwachen, Daten löschen oder einschleusen, das Leumundszeugnis schwärzen etc. Darunter leiden besonders die Christen. Jenes andere chinesische »Virus« hat zwar das Gemeindewachstum nicht eindämmen können, wohl aber den Druck von Bibeln – was die Nachfrage steigert.


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