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Iran Frauen in UntergrundkirchenIran: Maryam aus dem Evin-Gefängnis entlassen

Am 1. August 2017 wurde Maryam Naghash Zargaran nach über vier Jahren Haft endlich aus dem Evin-Gefängnis entlassen. Herzlichen Dank an alle, die sich unermüdlich für ihre lang ersehnte Freiheit eingesetzt und für sie gebetet haben. Wir hatten unter anderem in unserer wöchentlichen Gebetsmail „Beten explosiv“ über diesen Fall berichtet.

Vier Jahre Gefängnis
Die ehemalige Muslimin wurde am 15. Januar 2013 verhaftet und vom Revolutionsgericht in Teheran wegen »Propaganda gegen die islamische Regierung und Untergraben der nationalen Sicherheit« zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Tatsächlich jedoch hatte sie sich nur in der Hauskirchenbewegung engagiert. Am 15. Juli 2013 trat sie im Frauentrakt des Evin-Gefängnisses ihre Haftstrafe an.

Gesundheitszustand kritisch
Der Gesundheitszustand von Maryam Naghash Zargaran war lange Zeit äußerst prekär. Sie ist Diabetikerin, leidet an Osteoporose und hatte einen lumbalen Bandscheibenvorfall. Aufgrund einer Herzkrankheit (Atriumseptumdefekt kurz ASD) ist sie auf regelmäßige medizinische Behandlung angewiesen. Diese wurde ihr im Gefängnis verweigert. Allerdings durfte sie mehrmals zur Behandlung das Gefängnis verlassen. Die Haftzeit wurde um die Zeit der »Hafturlaube« verlängert. Die Untersuchungshaft von sechs Monaten wurde nicht angerechnet. Die schweren Zustände im Gefängnis führten zu Depressionen.

Wir beten weiterhin für die Gesundheit von Maryam und eine schnelle physische und psychische Genesung.


Foto: https://www.facebook.com/nasim.maryamnaghashzargaran/
Quelle: Middle East Concern