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Gebetsmail KW 33Afghanistan: Christen in grösster Gefahr

Erschreckende Meldungen haben uns in den letzten Stunden aus Afghanistan erreicht. Wie aus den Medien zu hören, sind die Taliban bis Kabul vorgerückt und haben die Hauptstadt kampflos übernommen. Dramatische Szenen haben sich am Flughafen abgespielt; viele Menschen versuchen, wenn irgendwie möglich auszureisen. Afghanistan, und besonders die Christen vor Ort brauchen unsere Gebete dringend.

Besonders afghanische Christinnen und Christen befinden sich in höchster Gefahr, unter den Taliban droht ihnen die Todesstrafe. Viele fliehen aus ihren Dörfern in andere Regionen und Städte, sie fürchten um ihr Leben. Eventuell vorhandene Bibeln oder anderes christliches Material muss schnell versteckt oder vernichtet werden.

Offiziell existieren keine Kirchen oder Gemeinden in Afghanistan. Doch während der Präsenz internationaler Streitkräfte fanden in den letzten Jahren mehr Menschen zum Glauben an Christus und trafen sich im Geheimen. Gemeindeleiter bitten uns um Gebet, damit sie Weisheit für ihre nächsten Schritte haben, die über Leben und Tod entscheiden können.

Leider haben uns Berichte erreicht, dass Mitglieder der Taliban in einigen Dörfern von Haus zu Haus gehen, um jene ausfindig zu machen, die in den letzten Jahren für die Regierung, für NGOs oder ausländische Organisationen gearbeitet haben. Diesen Menschen stehen Verhaftung, Gefängnis oder sogar der Tod bevor.

Trotz der wachsenden Bedrohung durch die Taliban waren viele Afghaninnen und Afghanen vom Tempo dieser rasanten Entwicklung überrascht. Dementsprechend hoch ist die Binnenmigration – viele flüchten aus ihren Dörfern in andere Städte und Regionen. Sie leben in Zelten oder unter freiem Himmel. Viele haben seit Tagen nichts zu essen, da die Geschäfte geschlossen sind. Als Soforthilfe konnten Kontakte von AVC Essen für 200 Familien und 150 Kleinkinder organisieren.


Wir beten für ...
> die afghanischen Christen: um übernatürlichen Schutz und Versorgung mit Nahrung, Kleidung, Medizin, um Trost und Kraft,
> die Leiter von Kirchen/ Hausgemeinden: um besondere Weisheit, wie sie ihre Gemeinde führen und welche Schritte als nächstes unternommen werden sollen,
> die Frauen und Mädchen, denen eine extreme Unterdrückung bevorsteht,
> das afghanische Volk: dass der langersehnte Friede einkehrt, indem das Volk, die Regierenden und Angehörige der Taliban Jesus Christus als Erlöser erkennen.