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Gebetsmail KW 32 IranIran: Saras Berufung abgelehnt

Im Mai berichteten wir von Sara und Homayoun, die in Teheran zu acht respektive drei Jahren Gefängnis verurteilt worden waren. Der Grund: Die Absolventin des von AVC mitfinanzierten Pars Theological Centre und ihr Ehemann hatten in Teheran ein Netzwerk von christlichen Hauszellen gegründet (»Beten explosiv« vom 10. Mai). Im Iran wird dies als »Mitgliedschaft bei einer illegalen Organisation« und als »Aktivität gegen die nationale Sicherheit« gewertet.

Weil Homayoun (62) an Parkinson leidet, legte Sara (43) gegen das Urteil Berufung ein. Vor Kurzem wurde ihr mitgeteilt, dass der Oberste Gerichtshof ihr Gesuch um Wiederaufnahme des Verfahrens abgelehnt habe.

Laut einem Dozenten am Pars, der Sara und ihren Mann seit mehr als 20 Jahren kennt, hat das Gericht den Eheleuten noch etwas Zeit eingeräumt, bevor sie ihre Haftstrafe im Evin Gefängnis in Teheran antreten müssen. Die beiden stehen immer noch unter Hausarrest. Freunde ermutigen sie, aus dem Iran zu flüchten. Aber Sara ist entschlossen, in der Nähe ihrer Glaubensgeschwister zu bleiben, und bittet Gott, dass er sie weiterhin für ihre Aufgabe in den Hauszellen brauchen möge.

Ausserdem will sie ihrem Mann die Strapazen der Reise und den Aufbau einer neuen Existenz im Ausland nicht zumuten. In seinem Zustand könnte es für ihn genauso gefährlich sein zu gehen, wie zu bleiben.

Das Paar hofft nun, dass es die Justiz bei Homayoun aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands bei einer Geldstrafe bewenden lässt. Doch selbst wenn dies bewilligt würde und »nur« Sara ins Gefängnis müsste, so würde der kranke Homayoun gleichzeitig seine wichtigste Bezugsperson verlieren.

Wir beten, dass ...
> das Ehepaar im bangen Warten die tröstende Gegenwart Gottes erleben möge,
> der an Parkinson leidende Homayoun nicht seine einzige Stütze verliert,

> die iranische Justiz das ungerechte Urteil revidiert.

Foto: Article18