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Gebetsmail KW 22 China

China: Überwachung total

Durch viele Jahrzehnte der Verfolgung hat die chinesische Untergrundkirche grosse Kreativität an den Tag gelegt. Immer wieder fand und erfand sie neue Mittel und Wege, um im Glauben zu wachsen und Gemeinschaft zu leben (siehe auch unser Video "CHINA: Kreativität unter Druck").

Mit Abstand die grösste Revolution aber brach mit Aufkommen der Smartphones aus. Bibel-Apps ermöglichten Menschen den Zugang zum Evangelium. Chat-Foren und digitale Hauskreise verbanden die Christen im In- und Ausland, Worship-Musik konnte man streamen.

Seit aber die grosse chinesische Firewall errichtet ist, ändern sich die Dinge. Internationale soziale Medien, E-Mail-Anbieter und Websites christlichen Inhalts sind blockiert, ebenso Zugang und Kauf von Online-Bibeln. Christliche Apps sind aus den chinesischen App-Stores verbannt, der Zugang zu sicheren Netzverbindungen (VPNs) ist erschwert.

Alle digitalen Kanäle der Kommunikation sind von der Regierung überwacht. Das Smartphone ist mit dem Personalausweis verbunden. Es trackt Standort und Kontakte und ermöglicht Mobilität: Für die Nutzung jedes öffentlichen Transportmittels ist das Einlesen eines QR-Codes erforderlich.

Nun lernt die jüngere Generation von Christen von der älteren, wie man vorgeht, wenn jeder Schritt kontrolliert wird: Versammlungen draussen nach Einbruch der Dunkelheit abhalten, die Bibel auswendig lernen für den Fall, dass sie beschlagnahmt wird usw.

Die Zeit des digitalen Segens neigt sich in China dem Ende zu. Die Gemeinde wird neue Wege finden. Helfen wir ihr, indem wir für sie beten. Und lernen wir selbst daraus, uns nicht von Tools abhängig zu machen, die vielleicht nicht von Dauer sind.



Wir beten für die chinesischen Christen, ...
> dass sie in der Verfolgung standhaft bleiben,
> dass ihnen Kontrolle und Propaganda nichts anhaben können,
> dass sie neue Wege finden, die Freiheit in Jesus zu leben.