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Syrien: Engel auf Rädern

Auch das bestausgestattete Krankenhaus ist von fraglichem Nutzen, wenn es dort keine Krankenschwestern und Ärzte gibt.

Vor einigen Monaten ermöglichten unsere Freunde den Kauf einer fahrbaren Klinik für Syrien. Genauer gesagt ist es ein LKW, der eine komplett ausgestattete Klinik transportiert, die für 2000 lokalanästhetische Operationen etc. und mit einem Gebärsaal ausgerüstet ist.

Vor kurzem konnten wir ein fünfköpfiges Team engagieren. Ein kurdischer Arzt und Gynäkologe, eine Hebamme, eine Krankenschwester, ein Fahrer und eine Begleitperson zur Sicherheit des Teams sind nun unsere »Engel auf Rädern«. Sie fahren von Dorf zu Dorf und bringen mehr als medizinische Hilfe.

Immer wieder stoßen sie bei ihrer Arbeit auf geistlich suchende Menschen. »Wieso seid ihr hier, wieso helft ihr uns? Wir dachten, alle haben uns vergessen.« Praktische Hilfe soll Hand in Hand mit geistlicher Hoffnung gehen. Der größere Teil des Teams sind Christen und können diese vermitteln.

Nicht selten trifft man in Dörfern Muslime, die Kreuze um den Hals tragen. Auf die Frage, ob sie denn Christen seien, antworten sie: »Nein. Aber die Christen sind beinahe die einzigen, die uns helfen, und wir wollen sie und ihren Gott damit ehren!«

Im Visier der Terroristen sind verstärkt Krankenhäuser und auch unsere mobile Klinik.
Zwei als Frauen verkleidete IS-Leute konnten gerade noch rechtzeitig erkannt und der geplante Anschlag vereitelt werden.

Trotz der Gefahr, die durch den IS droht, kommen Patienten aus der gesamten Region um Raqqa (Hochburg des IS), um sich versorgen zu lassen. Dafür nehmen sie Fußwege bis zu 20 km – in eine Richtung - auf sich. Ende April wurde in der mobilen Klinik das erste Baby entbunden. Es ist gesund und der ganze Stolz seiner glücklichen Eltern.

Wir danken allen, die diese Arbeit durch ihre Spenden ermöglichen!